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2007-07-10

ibm press room - das märchen der konsolidierung von 30 V890 mit und von ibm

in der ankündigung zum power6-prozessor findet sich im artikel folgender satz:
"IBM calculates that 30 SunFire v890s can be consolidated into a
single rack of the new IBM machine, saving more than $100,000 per year
on energy costs (3)."
als freund der konsilidierung finde ich so etwas natürlich sehr gut. was wird aber dem kunden vorgegaukelt?
  • die auslastung der sun's wird mit 20% angenommen, auf dem zielsystem geht man - erst im sehr sehr kleingedruckten lesbar - von 60% auslastung aus. gewinnfaktor 3 in dem man einfach die basis ändert
  • schön das man 100.000$ an energiekosten sparen kann. sparen ist immer gut - doch was kosten die highendsysteme mit den hochgezüchteten prozessoren (wenn man sie überhaupt bekommt - für die breite masse werden diese systeme erst 2008 zugänglich sein)
  • ablösungsszenarien sind immer etwas schwierig - hier in diesem fall wurde nicht zugängliche technik (power6) mit bereits seit 3 bis 3 jahre am bereits markt verfügbarer technik konsolidiert (schwer vergleichbar - moore's law - aber schön konstruierter showcase)
achtung - die folgende aussage gilt nur für das marketing
"von ibm lernen heisst siegen lernen"

grosses danke an jörg - für das öffnen der augen

2007-05-18

sunray = kostensparen /// beispiel verizon


in einem sehr informativen artikel der linuxworld wird über ein projekt mit einsatz von sunray's als arbeitsplätze in einem callcenter bei verizon berichtet. neben den (zangsläufigen) verminderten störungen und anrufe beim servicedesk sind vor allem die aussagen über die stromeinsparungen interessant:

---ausschnitt begin---
Finally, the electrical power use at all three of the call centers dropped by just over one-third after the Sun Rays were deployed. Sun boasts that the thin clients run on just three watts, compared with an average of 55 watts for PCs. Another contribution to the power savings is that removing the card turns the Sun Ray completely off.
The Chandler call center had alerted its electrical supplier, and asked the utility to monitor power demand before and after the change-over. After the Sun Rays were online, Eberling says, their utility account rep called and jokingly asked, “Have you guys moved?”
The power drop has wider ramifications than just saving on monthly utility bills (Eberling won’t say what the dollar savings are). In building new call centers, Verizon has to plan for electrical outages and for backup capacity, which calls for a series of trade-offs, such as how many desktops can be sustained for how long with backup capacity. The Sun Ray power savings simplify that.
“With lower power consumption overall, you can keep more people up and running in an outage than you would be able to otherwise, at the same cost,” Eberling says.
---ausschnitt end---

und ich frage mich ob es das (sunray als terminal von einem dienstleister) schon als geschäftsmodell gibt?
ein unternehmen bietet (für den endkunden) stromsparende einfach zu wartende terminals an als web(-client). der kunde hat zu hause seine ray stehen und muss sich um -nichts- kümmern: das internet aus der steckdose!
dies dürfte doch gerade für it-unerfahrene personen die einfachste lösung sein - und die umweltschonenste noch dazu...

2007-05-10

zu spät - ibm will 1 billion $ in das grüne rechenzentrum investieren

in dem artikel auf techworld.com steht das ibm aufgrund der der steigenden strompreise davon ausgeht, das die stromkosten im rz innerhalb der nächsten jahre einen anteil von 70% (anstatt der bisherigen 50%) ausmachen werden.
hier die geplanten ansätze
  • Greater use of virtual servers to make the hardware do more with no increase in energy consumption,
  • automatically switching servers to a power-saving standby state when not in use,
  • only switching on cooling when it's needed,
  • using the heat from liquid-cooled kit to generate power and store it for use later, and
  • use of thermal engineering and 3D modeling to optimise cooling datacentre air-flow
an sich schon mal nicht schlecht. hier noch einige tips:
  • nutzt das green computing von sun (niagara (eco)-server), effizientere CPU's die nicht nur bei hoher taktung auf ihr io warten - case study here
  • stellt rechner mit effizienten netzteilen her
  • nutzt thin-client technik (sunray), die benötigen nur ein bruchteil der energie eines pc's
  • grüne rechenzentren bauen heisst warscheinlich (achtung vorurteil) nicht welche in china planen (laut artikel 20 stück)

atom oder regenerativ

hier kann man matthias urbach in seinem artikel in der technology review nur beipflichten. wenn die ergebnisse dieser (vom kanzleramtamt in auftrag gegebenen) studie auf ein patt bei der strompreisbetrachtung (vergleich atomstrom und erneuerbare energien) hinausläuft, dann gibt es wohl nur eine entscheidung. und falls sich dennoch jemand für atomernergie einsetzen sollte empfehle ich den verkauf des kanzleramtes (ist ja eine gute lage, bringt also wieder geld in die kassen) und plädiere für den neubau neben den atomkraftwerk mit der längsten derzeitigen laufzeit. ich werde dann freiwillig (ein akt der solidarität) neben einen windpark ziehen, denn der grösste gau dort ist das irgendein windrad umfällt.

2007-03-14

18 sekunden

soll der tausch einer glühbirne gegen eine energiesparlampe dauern. die entsprechende kampagne in den usa heisst dann auch sinnigerweise 18 seconds. auf der webseite kann man dann auch für das land oder den einzelnen bundesstaat die anzahl der verkauften energiesparlampen ablesen. dazu werden dann noch die equivalenten werte (vergleichsweise einsparung)
- in dollar
- von der strasse verschwundene autos
- pfund eingesparter kohle
- pfund verhinderter co2-ausstoss
angezeigt.
ein kurzer überblick (hintergrund/antrieb) wird auf dem webseite von worldchanging gegeben.

2007-03-13

efficiency matters

bin gerade über den eco blog von dave douglas auf folgenden interessanten artikel gestossen. hier lässt sich dave douglas (sun) über den stromverbrauch von datacenter aus und spricht auch über co2-vermeidung durch telearbeit.

2007-03-02

niagara2

ich lese gerade das data center energy effiency and productivity white paper vom uptime institute.
quasi im ersten absatz liest man schon dieses

"As described in much greater detail in the Institute’s white paper entitled, The Economic Meltdown of Moore’s Law, the 3-year cost of powering and cooling servers (OpEx + amortized CapEx) is currently 1.5 times the cost of purchasing server hardware. Future projections extending out to 2012 show this multiplier increasing to 22 times the cost of the hardware under worst case assumptions and to almost three times under even the best-case assumptions. The best-case assumptions are double the ratio of today."

grund genug sich mal mit diesem thema näher zu beschäftigen. bei diesem annahmen wird ja davon ausgegangen, das zukünftige rechnergenerationen immer mehr leistung benötigen. immerhin sun schafft es mit dem warscheinlich in der 2. jahreshälfte erscheinenden niagara2-prozessor diesem trend entgegen zu wirken. der verdoppelt die leistung gegenüber seinen vorgänger und verbraucht dabei nur unwesentlich mehr leistung. auf diesem chip finden sich 16 cores a 4 threads. das macht 64 threads per cpu und entspricht damit in etwa den grunddaten der wohlbekannten e10000-server (vollausbau).

2007-02-20

gute nacht glühbirne

ich finde den vorstoss der australischen regierung (ab 2010 nur noch energiesparlampen erlaubt - die glühbirne wird ab dann verboten sein) sehr gut. vor 1-2 jahren hätte man diesen beschluss mit sicherheit für einen aprilscherz gehalten. die einschläge kommen halt näher. nachhaltigkeit wird endlich zum thema. warum nicht in deutschland? immerhin geht es hier um einen einfachen weg um die umwelt zu entlasten. hier sind keine aufwendigen forschungen notwendig und über den zeitraum von 2-3 jahren nimmt man(n)/frau im haushalt eh jede birne einmal in die hand.
der letzte macht (hoffentlich) das licht aus - gute nacht

2007-02-16

heisse zukunft?


meine lieblingsfolge der it-guy-episoden ist the it guy (episode 2) .
die anderen folgen findet man auch unter youtube.
das scenario ist zwar etwas überzeichnet, spiegelt aber ganz gut die entwicklungen der computerindustrie in den letzten jahren wieder... leistung um jeden preis. die folge ist das man heute die leistung nicht mehr ins rechenzentrum hinein - geschweige denn heraus - bekommt, da diese in der regel für eine leistungsdichte von 4-7 kw per rack ausgelegt waren. auf den seiten spezieller hersteller und in datacenterforen wird heute darüber diskutiert wie man racks mit leistungsdichten von über 35kw pro rack (dann auch wassergekühlt - zurück in die zukunft) betreibt.
wenn man weiter darüber nachdenkt sieht man dieses video mit ganz anderen augen...

2007-02-12

hurra es schneit ...


.. diesen winter schon zum 3. mal hier im norden dieser wunderschönen republik. wir waren vorgestern auf einer kohltour als es anfing.
interessant finde ich in dem zusammenhang (klima) die folgende pressemeldung zum thema IT-CO2 .
als stromverbraucher und somit auch indirekte schadstofferzeuger werden rechner viel zu selten betrachtet. allein die kosten für strom lassen manche firma über alternative und schlankere lösungen nachdenken. viele hersteller geben sich auch schon mühe und steigern die wirkungsgrade von netzteilen. doch am frontend wird noch viel strom verschwendet. teure hochleistungsarbeitsrechner für einfache office-anwendungen oder für das surfen im web. das internet aus der steckdose ist ja eigentlich schon da, was fehlt sind intelligente plug&play thin client konzepte, die wartungs- und emissionsarm die applikation auf das display bringen. ich bin der überzeugung, das rechner und sensible daten nicht auf den heimischen (und meist unsicheren) pc gehören.